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Nicht jeder "Ausreißer" ist gleich eine Extrasystole; wenn der Klient sich beim Scan bewegt, können Messfehler entstehen, die ebenfalls rot und pink markiert werden. Hier z. B. entstehen diese Muster während der Atemübung durch Bewegungen beim tiefen Einatmen. Besonders wenn mehrere (drei und mehr) Balken des Rhythmogramms direkt nebeneinander farbig markiert sind, deutet das eher auf bewegungsbedingte Messfehler als auf Herzrhythmusstörungen hin.
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Auch das dritte Bild in dieser Lektion weist eher auf unauffällige Abweichungen hin. Wir müssen auch hier die Werte immer im Gesamtkontext sehen. Krankhafte oder zumindest bedrohliche Veränderungen des Herzschlags gehen nicht mit ansonsten guten Werten zusammen. Werte wie hier zwischen 79 und 90 % deuten eher auf einen gesunden Organismus hin. Achten Sie in solchen Fällen jedoch besonders auf mögliche Regulationsstörungen in den anderen Auswertungsparametern! Herzrhythmusstörungen treten nicht ohne andere Warnsignale, Auffälligkeiten oder Regulationsstörungen auf.

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Hier haben wir, wie im vorigen Beispiel, wieder relativ gute Werte. Aber das Rhythmogramm ist sehr unruhig und weist zwar viel Variabilität, jedoch wenig Rhythmik auf. Die Ausreißer sind einzelne Balken, was nicht auf einen Messfehler aufgrund von Bewegungen hinweist. Also schauen wir in den weiteren Auswertungsparametern auf weitere mögliche Hinweise auf Belastungen oder Erkrankungen. In welchem Arbeitsbereich würden Sie suchen?

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Die Neurodynamische Matrix (in der Coaching-Software: Systemischer Zustand) liefert uns einen systemischen Überblick und mit der "Binnenbewertung", den Prozentangaben auf der Skala unter der oberen Abbildung, Hinweise auf mögliche verdeckte funktionelle Störungen. Mit 4 % im Minimalbereich und 52 % im mittleren Bereich sehen wir, dass die relativ guten Werte des Eingangsbereichs doch hinterfragt werden müssen. Hier bestehen Belastungen, die offensichtlich nicht ausgeglichen werden können. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei den Ausreißern tatsächlich um Rhythmusstörungen handelt. Eine Anamnese und weitere Nilas MV-Auswertungsbereiche können mehr Klarheit verschaffen.
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Wie würden Sie diesen Klienten einschätzen? Stufen Sie die Ausreißer eher als Extrasystolen ein oder nicht?

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Wieder liefert uns die Matrixdarstellung Warnhinweise. Diesmal ist (beim Erstscan) der Indexwert sogar rot angegeben. Auch hier muss bei der Auswertung der HRV-Daten nach weiteren Belastungen und Warnsignalen geschaut werden (im Verlauf dieses Kurses werden Sie dazu noch mehr erfahren).
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Hier haben wir eine gewisse Rhythmik und Werte im mittleren Bereich. Wie schätzen Sie die Situation ein?
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Trotz der angedeuteten Rhythmik sah das Rhythmogramm nicht wirklich gesund aus - der Verlauf war sehr "zackig" und unruhig. Die Matrix liefert uns wieder einen klaren Hinweis auf Probleme, auch wenn der Indexwert grün angegeben und mit 62 in einem noch guten Bereich liegt: 21 % der Werte liegen im Minimalbereich. Finden Sie einen weiteren Hinweis?
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Bei der Energiepyramide sind die roten/ energieverbrauchenden Prozesse deutlich höher als die aufbauenden!

Und wie sieht es hier aus? Extrasystolen oder nicht?
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Das Rhythmogramm auf der vorigen Seite ist nicht eindeutig; wenn wir in der Matrixdarstellung schauen, sehen wir im Vorher-Nachher-Vergleich Verschlechterung, also eine Regulationsstörung. Vor diesem Hintergrund könnten einige der Ausreißer im Rhythmogramm sich doch als Extrasystolen darstellen, und zwar eher die einzelnen Striche als wenn mehrere Balken nebeneinander liegen. Es gibt also durchaus Mischformen!
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Gute Werte sind kein Widerspruch zu Warnsignalen. Bei diesem Klienten liefert uns die Total Power eine Erklärung: Mit einem Wert von 6594 liegt die TP deutlich über der Norm-Obergrenze von 4545; der überwiegende Teil wird vom Sympathikus geliefert und liegt mit 4445 drei- bis viermal so hoch, wie er sollte. Das System steht unter massivem Druck, was zu Auffälligkeiten im Herzrhythmus führen kann.
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Diese Ausreißer sind eindeutig bedenklich. Neben der Häufigkeit sehen wir einen weiteren typischen Faktor: die Kombination aus einem sehr niedrigen und einem zu hohen Balken nebeneinander ist ein typisches Muster für Extrasystolen. Wie stellen Sie sich vor, dass sich die Atemübung bzw. Entspannung auf das Rhythmogramm auswirken wird?
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Hätten Sie das erwartet? Der Balken zu Anfang kann vernachlässigt werden, in den ersten ca. 5 bis 10 Balken sehen wir häufig unregelmäßige Muster oder auch Ausreißer, die meist der Unruhe zu Anfang des Messbeginns zugeordnet werden können. Bleibt ein einzelner Balken, der sich nur minimal von den anderen unterscheidet. Ansonsten sehen das Rhythmogramm und die Werte nahezu perfekt aus.
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Auch die Matrixdarstellung und die Energiepyramide sehen perfekt aus. Bedeutet das Entwarnung?
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Nein. Der Total Power-Wert zeigt uns, dass unter Entspannung der Druck nicht nachgelassen hat; im Gegenteil: der TPWert steigt von ohnehin zuz hohem 4757 auf 11572! Damit kann das System sich nicht wirklich erholen. Der VLF-Wert (neurohormonelles System) lag beim Ertscan mit 1313 im Normbereich, fällt aber auf einen Wert von 341, etwa 50 % des unteren Normwerts. Dafür steigt LF/ Sympathikus auf dramatische 10653, also etwa das Zehnfache des Normwerts, und der HF/ Parasympathikus sinkt unter die Norm. Das System hat mehr Energie, aber nicht wirklich weniger Druck, was man nach einer Entspannungsübung erwarten sollte!
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In diesem Fallbeispiel sehen wir mit hoher Wahrscheinlichkeit auf den ersten Blick Extrasystolen. Die Werte liegen zwischen 30 und 42 Prozent. Kann ein Organismus mit den vorhandenen Ressourcen nicht ausreichend Leistung erbringen, kann es zu Extrasystolen kommen, im Versuch, durch zusätzliche Herzschläge mehr Leistung zu erzeugen. Wie schätzen Sie die Entwicklung nach bzw. bei der Atemübung und die Prognose ein?

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Beim Erstscan liegt der TP-Wert erwartungsgemäß deutlich unter der Norm. Bis Extrasystolen erzeugt werden, hat sich ein langer Prozess vollzogen, bei dem nach und nach die meisten Ressourcen verbraucht wurden. Im Gegenzug steigt der Druck. Durch die Atemübung steigt der LF-Wert sofort in den Normbereich, d. h. 6 Minuten Entspannung haben ausgereicht, um wieder in einen Bereich zu kommen, in dem Leistung mit deutlich weniger Anstrengung erbracht werden kann. Allerdings haben HF und VLF deutlich an Kraft verloren. Dass aber zumindest ein Wert in den Normbereich zurückgekehrt ist, ist tendenziell ein gutes Zeichen.
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Dass das System sich deutlich in Richtung Ausgleich, Balance und Gesundheit bewegt, können wir in den anderen Arbeitsbereichen wie hier der Matrix sehen. Die Prognose ist also gut, sofern Entspannung regelmäßig praktiziert und Ressourcen aufgebaut werden.
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Auch in einem gesunden System können unter plötzlichem und starkem Druck sehr auffällige Herzrhythmen entstehen. Hier sehen wir ein Beispiel, was heftige Emotionen mit unserer HRV und damit unseren Körperfunktionen machen.
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Natürlich liefert uns nicht nur das Rhythmogramm Hinweise auf Warnsignale der Herzratenvariabilität. Sehen Sie hier im linken Histogramm (Erstscan), was auffällig ist?
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Der rechte Balken der Pyramide ragt in den bradykarden Bereich (zu langsame Herzfrequenz) rechts des blauen Balkens hinein, sie stabilisiert sich aber wieder durch die Atemübung (und die dadurch zusätzlich erzeugten Ressourcen).
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Wir konnten theoretisch schon dem Histogramm entnehmen, dass die Total Power gestiegen sein muss, sonst wäre das System nicht entlastet worden. Der TP-Wert liegt mit 1775 zwar noch ein Stück unter dem Normwert, aber sowohl LF als auch VLF sind in den Normbereich gestiegen. Die Entwicklung des Parasympathikus/ HF, der zunächst auf ca. ein Drittel gesunken ist, sollte trotzdem im Auge behalten werden.
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Hier haben wir das Gegenteil: eine Pyramide, die in den roten/ tachykarden Bereich hereinragt. Trotz grün angezeigtem Normwerts und einer breiten Pyramide mit viel Variabilität sollte dieses Zeichen nicht übersehen werden.
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Die Total Power ist völlig unauffällig, auch HF, LF und VLF liegen im Normbereich. Ohne die kleine Auffälligkeit im Histogramm könnte alles gut aussehen. Die restlichen Auswertungsparameter geben Auskunft darüber, wie man die Situation einschätzen muss. Gibt es keine weiteren Auffälligkeiten, ist das Histogramm (vorerst) nicht von größerer Bedeutung.
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Aber wir haben hier trotz guter Werte ein auffälliges Rhythmogramm: kleinteilig, unruhig, mit möglichen Extrasystolen. Deshalb gilt auch hier: Im Verlauf der weiteren HRV-Interpretation auf mögliche weitere Warnhinweise achten!
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Interpretieren Sie das Histogramm und beantworten Sie anschließend die nachfolgenden Fragen.
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- 1. Was sind die Warnsignale?
- 2. Was ist für TP und Matrix zu erwarten?
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1. Die Pyramide lag beim Erstscan halb, beim Zweitscan ganz im roten/ tachykarden Bereich. Das ist ein sehr deutliches Warnzeichen, dass wir ein System außer Balance vor uns haben!
2. Da sich die Werte beim Zweitscan verschlechtert haben, können wir in einem holistischen System davon ausgehen, dass wir auch in den anderen Arbeitsbereichen Verschlechterungen finden werden. Entsprechend hat sich die Energiepyramide verkleinert und der Indexwert der Matrix verschlechtert. Die Verbesserung von 21 auf 13 % der Minimalwerte könnte auf einen positiven Gegentrend hinweisen, allerdings haben sich alle Maximalwerte verschlechtert ...
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Warnsignale waren, dass ein Teil der Pyramide des Histogramms in jenseits der roten Linie lag, die Herzfrequenz ist also zu hoch. Durch die Atemübung hat sich das noch deutlicher ausgeprägt, zudem ist der Indexwert schlechter geworden.
Deshalb war davon auszugehen, dass auch der TP gefallen ist; im Zweitscan liegen alle drei Parameter deutlich unter der Norm. Beim Erstscan war der LF/ Sympathikus noch im Normbereich, aber da HF und VLF deutlich darunter lagen, sehen wir auch hier eine deutliche Anstrengung und Druck. D. h., die benötigte Leistung kann nur noch erbracht werden, indem die Herzfrequenz in einen ungesunden Bereich hin erhöht wird!

Auch hier wären natürlich bereits dem Rhythmogramm Hinweise auf Belastungen zu entnehmen gewesen, das zwar rhythmisch, aber unruhig und mit möglichen Extrasystolen dargestellt war.
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Auch in unserem nächsten Fallbeispiel liegt das Histogramm wieder ganz deutlich links von der roten Linie im tachykarden Bereich. Die Pyramide ist aus zwei Balken geschrumpft - wir sehen also die Folge einer länger andauernden Entwicklung einer Kombination aus chronischem Druck/ Stress und abnehmenden Ressourcen. Was erwarten Sie unter diesen Bedingungen, wie das zugehörige Rhythmogramm aussieht?

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Damit die Pyramide des Histogramms so geschrumpft ist und es so deutlich in den tachykarden Bereich rutscht, müssen sich die Ressourcen immer weiter reduziert haben. Entsprechend haben wir hier so gut wie keine Herzratenvariabilität mehr vorliegen und die Werte in allen Hauptparametern liegen im absolut untersten Bereich.
Was erwarten Sie für die Matrixdarstellung?
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Das ist das absolute Minimum: Der Indexwert liegt bei 1 und 100 % der Werte in der "Binnenbewertung" liegen im Minimalbereich. Wir sehen aber, dass das System trotzdem noch erstaunlich gut regulieren kann, denn durch die Atemübung bewegt sich das System deutlich in Richtung Balance. Deshalb: Bei schlechten Werten die Regulationsfähigkeit testen und dann durch Entspannungs-Impulse die Ressourcen und Regulationsfähigkeit wieder aufbauen!
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Wie wir bereits gesehen haben, können bei der Neurodynamischen Matrix als systemischem Auswertungsparameter auch bei guten Werten Warnsignale auftreten. Beachten Sie bitte immer die Binnenbewerrtung und - möglichst immer im Vorher-Nachher-Vergleich als zusätzlicher Informationsquelle - wie sich das Regulationsverhalten darstellt. Hier z. B. steigen die Indexwerte deutlich an, die Energie nimmt signifikant zu - und doch bleiben 6 % der Werte im Zweitscan im Minimalbereich. Es kann also trotz guter Werte eine Entwicklung im Bereich möglicher funktioneller Störungen geben. Warum geht das System nicht in den Ausgleich?
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Hier ist der nächste Arbeitsbereich desselben Klienten. Und es gibt gleich weitere Warnsignale. Der Indexwert des Erstscans wird in der unteren Abbildung trotz eines scheinbar unauffälligen Tortenstücks (wir sehen den dunkelblauen Rand, der sich im Schulnotenbereich 1-2 bewegt) rot angezeigt. Auch der Zentralisierungsindex ist verschoben.
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Der Total Power-Wert liefert wieder Erklärungen. Beim Erstscan liegt er mit 1336 etwa bei der Hälfte des Sollwerts, wobei sich der LF/ Sympathikus noch im Normbereich befindet. Das dürfte dazu beitragen, dass im Autokorrelationsportrait/ Stressausgleich eine relativ gute Schulnote erreicht wird. Trotzdem ist der Parasymapthikus/ HF deutlich zu niedrig. Entsprechend sind Regenerationsprozesse deutlich eingeschränkt - und das wird auf Dauer in der Matrix sichtbar.
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Regulationsstörungen - die ohne Ausgleich irgendwann in Richtung Funktionsstörungen gehen - sind in der Matrix gut bemerkbar, zu Beginn jedoch oft sehr subtil. im Erstscan würden wir hier keine Auffälligkeiten bemerken. Erst im Vorher-Nachher-Vergleich sehen wir, dass das System trotz deutlich überdurchschnittlicher Werte Regulationsprobleme hat. Durch die Atemübung verliert das System an Ressourcen statt neue zu gewinnen. Die Verschiebung der Matrixwerte in den Minimalbereich zeigt deutlich, dass das System sehr instabil ist und selbst positive Impulse nicht gut verarbeiten kann.
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Entsprechend müssen wir auch in den anderen Auswertungsbereichen der Nilas MV-Software Auffälligkeiten finden. Die Tortengrafik scheint zunächst eine Verbesserung anzuzeigen: Der Indexwert wird grün, da der Wert knapp den Normwert erreicht. Aber wir sehen, dass die Hormone, das rote Tortenstück, die Kontrolle übernommen haben. Das bedeutet nicht wirklich Entspannung, sondern Druck. In der unteren Grafik haben wir ebenfalls einen Indexwert, der in der Norm liegt und eine Schulnote, die knapp unter 1 liegt. Aber der Zentralisierungsindex hat sich von zu weit rechts ganz an den linken Rand verschoben. Das System bewegt sich nicht in Richtung Ausgleich.
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Wie immer liefert die Total Power zusätzliche Einblicke. Sie lag beim Erstscan deutlich zu niedrig. Die vordergründig guten Werte lassen sich damit erklären, dass der Sympathikus/ LF sich noch im Normbereich bewegt. Aber wir sehen, dass das System deutlich unter Druck steht, und dann können Regulationsimpulse nicht mehr verarbeitet werden. Durch die Entspannung fährt der Sympathikus zurück, aber der Parasympathikus nicht hoch. Also springen die Hormone ein. Trotzdem haben wir natürlich einen höheren TP und damit eine eher positive Prognose. Nur deckt der Vorher-Nachher-Vergleich auf, dass der Klient in einer deutlich labilen Situation ist.
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"Labilität" lässt sich auch mit "Kohärenzverlust" übersetzen. Auch in der Fraktalanalyse (Coaching-Software: Herzkohärenz) sehen wir, dass die Entspannungsübung nicht in Ruhe und eine Erhöhung der Kohärenz geführt hat (was in einem gut regulierenden System geschehen sollte). Eine Verringerung der Kohärenzwerte von 76 auf 59 zeigt, dass die Regulation erst einmal in Chaos/ Entropie führt, nicht in eine Zunahme der Ordnung. Bei den immerhin relativ guten Ausgangswerten ist davon auszugehen, dass sich das System letztlich auf einem sogar höheren Kohärenzniveau einpendeln wird (durch den höheren TP hat das System mehr Ressourcen), aber das wird offensichtlich länger dauern als die Ausgangswerte vermuten ließen.
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Vielleicht am Deutlichsten zeigt das Meridiandiagramm, dass das System nicht ausreichend regulieren kann. Durch die Entspannungsübung rutschen drei vorher völlig unauffällige Meridiane in den gelben bzw. grünen Bereich ab. Auch das wäre ohne Vorher-Nachher-Vergleich nicht zu erwarten gewesen. Während die Matrix einen systemischem Überblick über die Gesamtsituation gibt, zeigt das Meridiandiagramm mögliche "Sollbruchstellen" und die Bereiche, die am schlechtesten regulieren können.
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Dramatischer ist ein Regulationsverlust natürlich bei einer ohnehin schon schlechten Ausgangswerten wie in diesem Beispiel. Die Matrixdarstellung zeigt eine Verschlechterung von 7 auf 4 und in der Binnenbewertung enden 100 % im Minimalbereich. Die Energiereserven gehen auf ein Drittel des Ausgangswerts zurück.
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Nicht nur die Energiereserven nehmen ab, das Stresslevel nimmt deutlich zu, es verdreifacht sich fast. D. h., der Organismus reagiert auf Entspannung mit Stress, da er den Impuls nicht mehr verarbeiten kann. Das ist noch mehr als eine Verschlechterung der Werte ein massives Warnsignal (genaugenommen hängt natürlich beides unmittelbar miteinander zusammen).
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Und natürlich liefert wieder die Total Power die Erklärung. Mit einem Ausgangswert von 284 sind keinerlei Reserven mehr da, um irgendwelche Impulse zu verarbeiten, selbst wenn sie eigentlich positiv wirken müssten. Hier sehen wir ein System sehr kurz vor dem Zusammenbruch. Der Parasympathikus reagiert überhaupt nicht auf den Impuls, der Sympathikus verbraucht Kraft/ Energie und sinkt dadurch ab, und das Neurohormonelle System, das normalerweise einspringen sollte, hat nicht mehr die Kraft, das zu tun.
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Als Folge des Verlusts an Total Power gehen die Meridianwerte zurück. In diesem Auswertungsparameter finden wir im Erstscan einen Hinweis darauf, dass der Organismus vermutlich in eine negative Regulation gehen wird; können Sie ihn entdecken?
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Es ist der Kreislauf-Sexus-Meridian. Als einziger gelb dargestellter Meridian scheint er ja stabiler zu sein als der Rest, aber hier zeigt sich wieder einmal, dass ein guter Wert in den Meridianen durchaus auch ein Warnsignal sein kann. Der KS-Meridian entspricht der organischen Ebene des Herzens. Dass von der sehr wenigen verfügbaren Energie hier so viel mobilisiert wird zeigt, dass der Organismus kurz vor dem Zusammenbruch ist und das Herz gefährdet.

Klicken Sie sich durch die nächsten 4 Screenshots und beurteilen Sie diesen Klienten.
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Die Matrixdarstellung hatte schon im Erstscan mit den roten Punkten einen Hinweis auf funktionelle Probleme geliefert. Im Vorher-Nachher-Vergleich sehen wir eine massive Regulationseinschränkung: Die Werte bewegen sich kaum. In der Tortengrafik sehen wir trotz vermeintlich guter Werte einen viel zu hohen Anteil des neurohormonellen Systems. Auch die Kohärenz verändert sich nicht, das biologische Alter nimmt leicht ab. Und auch das Meridiandiagramm verändert sich kaum, das System geht nicht in Ausgleich. Die Rohdaten liefern die Erklärung: Der Parasympathikus ist viel zu schwach, auch wenn LF sowie TP und auch der VLF-Wert in der Norm liegen.
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Manchmal können auch "zu gute" Werte ein Signal sein, genauer hinzuschauen - und eine scheinbare Verschlechterung eine Verbesserung bedeuten. Hier haben wir einen Klienten mit 100 %-Werten und einer scheinbar perfekten Matrixdarstellung. In Wirklichkeit haben wir hier zu viel Energie und etwas wenig Variabilität, wenn auch natürlich auch sehr hohen Niveau. Ein gesundes System sieht eher so aus wie im Zweitscan.
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Auch in diesem Arbeitsbereich steigen die Werte durch die Atemübung etwas an. Allerdings bewegt sich alles noch deutlich im Normbereich. Der Zentralisierungsindex zeigt uns, dass sich das System in die richtige Richtung bewegt: Er rutscht ein Stück in die Mitte. Und auch der Vitalitätsindex steigt an.
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Die Rohdaten liefern auch hier die notwendigen Hintergrundinformationen. Beim Erstscan lag der TP-Wert mit 6676 deutlich über der Norm. Das erzeugt in allen Arbeitsbereichen 100 %-Werte, aber als "falsch-positives" Ergebnis. Über der TP-Norm liegen bedeutet Eustress und trotz guter Werte eine Belastung für den Organismus. Die Atemübung verringert den TP in die Norm und bringt auch die Hormone zurück in den Normbereich. Der LF-Wert halbiert sich fast und bewegt sich damit auch in die richtige Richtung. Auch der HF-Wert nimmt ab, aber trotzdem ist Druck aus dem Organismus genommen und der Parasympathikus wird in einer späteren Phase nachregulieren können. Also: Insgesamt eine deutlich positive Entwicklung, und die scheinbar sensationell guten Daten des Erstscans waren deutliche Hinweise auf eine Überlastung des Systems!

Aus den HRV-Daten werden verschiedene Werte berechnet, die als Warnsignale dienen sollen, und bei denen es um die generelle Variabilität des Herzschlags geht. CV ist ein solcher Wert, aber der SDNN-Wert eignet sich besser, da er mehr Abstufungen hat. Gäbe es keinerlei Standardabweichungen, d. h. Variabilität des Herzschlags, wäre der SDNN = 0. Der SDNN bewertet die "Streuung" (also Verteilung) der Standardabweichung (RR-Intervalle) um den Mittelwert und ist ein Maß für die Summe aus sympathischer und parasympathischer Aktivierung.
Eine einfache Aussage ist: Sinkt der SDNN unter einen Wert von ca. 20, ist die Herzratenvariabilität in einem gefährlichen Maße reduziert. In diesem Fallbeispiel haben wir einen SDNN von 8,9.

Hier sehen wir, wie ein niedriger SDNN-Wert im Rhythmogramm dargestellt wird. D. h. auch ohne den Wert zu kennen würden wir hier sehen können, dass die Variabilität gegen 0 geht. Der SDNN liefert nur eine zusätzliche Überprüfungsmöglichkeit.
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Wenig überraschend sind die restlichen Werte, die sich daraus ableiten. Der SDNN bzw. Verlust an Regulationsfähigkeit ist natürlich eine Folge einer lange andauernden Überlastung und Verringerung der Total Power. Im selben Maße, wie sich die TP reduziert, reduzieren sich entsprechend auch die Ressourcen, damit die Regulationsfähigkeit und damit die Herzratenvariabilität und entsprechend der SDNN-Wert.
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Weitere Folgen sind dann Kohärenzverlust und schließlich im schlimmsten Fall eine Regulationsstarre, sodass der Organismus nicht mehr auf Impulse reagieren und in Richtung Gleichgewicht und Gesundheit regulieren kann.
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Unser nächstes Fallbeispiel zeigt einen höheren SDDN-Wert, der mit 15,3 aber immer noch unter dem unteren Normwert von 30 liegt. Hier sehen wir mehr Regulationsmöglichkeiten als im vorigen Beispiel, die natürlich mit dem Anstieg der Total Power zusammenhängen. SDNN und TP sind unmittelbar miteinander verbunden: Steigt die Total Power, hat der Organismus mehr Ressourcen zu regulieren, entsprechend haben wir eine größere Streuung und einen höheren SDNN-Wert.

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Das wäre das Rhythmogramm, das einem SDNN-Wert von 15,3 entspräche. Wir sehen leichte Bewegungen, aber keine klare Rhythmik. Und wir haben hier ein weiteres Warnsignal. Können Sie es entdecken (s. u.)?

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Es ist der auffallend niedrige Wert der vegetativen Regulation. Immer wenn einer der vier Hauptparameter deutlich von den anderen Werten abweicht, müssen wir genauer hinschauen.
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Wir haben bisher zwei wichtige Informationen: einen niedrigen SDNN-Wert und eine Auffälligkeit in der vegetativen Regulation. Hier sehen wir im Erstscan, dass der Parasympathikus/ HF mit einem großen grünen Tortenstück dargestellt wird. Die Tortengrafik geht ja eigentlich in die Richtung, die in der Nilas MV-Legende als optimal angezeigt wird: drei etwa gleich große Tortenstücke.
Aber wir sehen in der unteren Abbildung, dass der Ausgleich nicht funktioniert. Der HF ist also nicht aufgrund von Entspannung hoch, sondern weil das System gerade dabei ist, die Leistungsfähigkeit zu verlieren. Die Tortengrafik zeigt also an, dass das System sichtbar unter Druck steht und die Parasympathikusdominanz kann bedeuten, dass der Klient in Richtung Zusammenbruch oder Burnout steuert. Die Verschiebung des Zentralisierungsindexes bestätigt das zusätzlich.

Wir sehen aber an der Vorher-Nachher-Regulation, dass das überwiegend an mangelnden Ressourcen liegen muss - denn sobald die Atemübung zusätzliche Energie liefert, reguliert das System sofort und geht direkt in Ausgleich: von 96 % der Werte im Minimalbereich im Erstscan zu 91 % im mittleren Bereich im zweiten Scan.
Finden Sie noch eine weitere gute Nachricht in diesem Auswertungsbereich?
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Das Verhältnis zwischen blauen/ aufbauenden und roten/ abbauenden Energieprozessen ist schon beim Erstscan positiv. Das kann z. B. bedeuten, dass eine Belastungssituation vorbei ist und die äußeren Umstände so sind, dass sich das System besser entspannen kann. Beim Klienten nachfragen, um das genau zu klären!

Und auch die anderen Auswertungsbereiche bestätigen den Trend: Die Kohärenz nimmt zu, damit kommt das System deutlich in Richtung Balance, Ordnung und Gesundheit (obere Abbildung) sowie innere Stabilität und Kraft (Biologisches Alter). In dem Maße, wie Entspannung und Total Power zunehmen, wird sich die vegetative Regulation erholen und Variabilität und SDNN ansteigen.
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Den Zusammenhang zwischen SDNN-Wert, Total Power und Regeneration des Systems sehen wir auch noch einmal in diesem Fallbeispiel.
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Schlechte Werte sind natürlich ein Warnsignal, bedeuten aber vor allem eins: mangelnde Ressourcen. Durch Entspannung können sich in einem gut regulierenden System wie hier sehr schnell alle Parameter in Richtung Gesundheit und Stabilität bewegen. Deshalb ist bei schlechten Werten Ressourcenaufbau immer der erste und wichtigste Schritt. Ohne den Vorher-Nachher-Vergleich ist es nicht möglich abzusehen, in welche Richtung sich ein System entwickelt!
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Das "Anspringen" der Regulation kann auch ganz langsam geschehen wie in diesem Fallbeispiel. Hauptsache, wir haben überhaupt Veränderungen. Hier sehen wir, dass sich die Total Power etwa versechsfacht, der SDNN verdoppelt sich.
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Die Ausgangswerte sind trotzdem denkbar schlecht, deshalb wird der Prozess der Reregulation hier länger dauern. Wichtig ist aber, dem Klienten die Perspektive auf Verbesserung zu liefern, und auch das Verständnis, dass es an ihm liegt, durch regelmäßige Entspannung und möglichst natürlich auch Abbau der Stressfaktoren im Außen für eine langfristige Verbesserung zu sorgen.
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Verbesserungen müssen noch nicht einmal in verbesserten Werten sichtbar werden. Wir sehen aber in der Matrixdarstellung, dass sich etwas bewegt und an der Energiepyramide, das deutlich mehr Ressourcen da sind. Regulation findet, wenn auch auf niedrigem Niveau statt, und dass System nimmt sie an und reagiert nicht mit Verschlechterung. Auch hier könnten wir ohne Vorher-Nachher-Scan keine Aussagen zum Regulationsvermögen und der Prognose für den Klienten treffem!
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Wichtig ist, dem Klienten klarzumachen, dass er selbst es in der Hand hat; mit weiteren Scans können wir die weitere Entwicklung und die dann tatsächlich stattfindenden Fortschritte mitverfolgen und dokumentieren. Regulationsstarre gibt es extrem selten; selbst eine vorübergehende Verschlechterung bedeutet Regulation und damit eine Bewegung in die richtige Richtung!

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Das Rhythmogramm ist nicht immer einfach zu deuten, aber wenn wir das "Stress-System" eines Klienten verstehen, können wir auch hier Warnsignale erkennen. Zunächst geben natürlich die Indexwerte Hinweise, mit 697 liegt dieser Klient beim Erstscan schon deutlich hoch, wobei auch Werte über 2500 gelegentlich auftauchen und darüber.
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Bei diesem Fallbeispiel z. B. sieht auf den ersten Blick alles ziemlich in Ordnung aus. Von "Warnsignalen" zu sprechen, ist vielleicht schon etwas viel, aber es gibt Auffälligkeiten, die man nicht übersehen sollte. Finden Sie drei?
1. Bei einem großen grünen Tortenstück müssen wir immer schauen, ob das wirklich auf Entspannung oder Erschöpfung hinweist. In Kombination mit dem unteren Indexwert, der rot angezeigt ist, haben wir einen klaren Hinweis auf Erschöpfung.
2. Das Autokorrelationsportrait/ Stressausgleich hat einen ungewöhnlich breiten grünen Streifen, das kann auf Regulationseinschränkungen hinweisen
3. Der Zentralisierungsindex verschiebt sich im Zweitscan nach links statt in die Mitte. Auch das zeigt Anstrengungen bei der Regulation.

Der zweite Arbeitsbereich bestätigt die Regulationsprobleme. Trotz eines guten Indexwertes im Zweitscan bleiben die Werte im Minimalbereich so gut wie gleich, und auch die Werte im mittleren Bereich verschieben sich wenig. Das heißt, ein Teil des Systems kann gut regulieren (der Indexwert verdoppelt sich fast), aber die schlechten Werte reagieren nicht oder kaum. Das deutet auf möglicherweise bereits manifestierte funktionelle Störungen hin.
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Bei so niedrigen TP-Werten ist Regulation natürlich nur eingeschränkt möglich. Dafür sahen die Werte des Erstscans, vor allem im ersten Arbeitsbereich, eher überraschend gut aus. Hier reguliert im Vorher-Nachher-Vergleich zuerst das Neurohormonelle System/ VLF in den Normbereich, aber auch der Sympathikus legt zu, während der Parasympathikus leicht abnimmt. Das heißt, das System nutzt die zusätzlichen Ressourcen durch die Atemübung erst einmal, um wieder die Leistungsfähigkeit herzustellen und weniger zu Regulation und Regeneration.
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Wie viele Auffälligkeiten finden Sie in diesem und den nächsten zwei Screenshots dieses Fallbeispiels?
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1. Arbeitsbereich 1: Zu hohe Parasympathikusaktivität, Indexwerte sind rot, in beiden Autokorrelationsportraits bilden sich zu große Flächen (erst gelb, dann grün), die auf Regulationsstörungen hinweisen, Zentralisierungsindex ist verschoben.
2. Matrix-Auswertungsbereich: 100 % der Werte liegen im Minimalbereich, beim Zweitscan immerhin noch 40 %. Der Indexwert im Zweitscan ist auf 50 % gestiegen, also eigentlich im Normbereich, wird aber noch rot angezeigt - dann stimmt untergründig etwas nicht. Und die roten/ abbauenden Energieprozesse überwiegen deutlich, sowohl vorher als auch nachher.
3. Rohdaten: Der TP-Wert ist viel zu niedrig, weder HF, LF noch VLF erreichen den Normbereich, HF ist im Erstscan vergleichsweise zu hoch (Tendenz Burnout) und der SDNN-Wert liegt im Erstscan unter der Marke von 20.

Wie wir gesehen haben, gibt es auch bei sehr guten Werten Auffälligkeiten, die wir näher betrachten müssen. Hier haben wir wieder ein Fallbeispiel bei dem auf den ersten Blick alles zu stimmen scheint. Oder?
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Generell stellt sich die Frage, warum ein Klient im Alltag so superentspannt sein sollte, wie es dieser erste Arbeitsbereich suggeriert. Ein HF-Wert von 87 % ist zunächst tatsächlich gut, wenn er von einem Autokorrelationsportrait begleitet ist, das ebenfalls deutlich im Normbereich liegt. Dies entspricht physiologisch einem Zustand totaler Entspannung, der auch im Vorher-Nachher-Test aufrechterhalten wird. Aber wir müssen uns hier die Frage stellen, warum ein Mensch in einer Alltagssituation, die eigentlich Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit erfordert, so komplett tiefenentspannt ist. Weitere Auffälligkeiten: die Farbübergänge im Autokorrelationsportrait sind etwas deutlich abgegrenzt und vor allem ist der Zentralisierungsindex ganz nach rechts verschoben.
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Total Power und SDNN sind klar im grünen Bereich, liefern die Rohdaten also Entwarnung? Hier sehen wir im Zusammenspiel von HF, LF und VLF noch einmal die extreme Betonung auf den Parasympathikus. Sympathikus und Neurohormonelles System sind völlig heruntergefahren. In diesem Zustand kann der Klient nicht plötzlich auf Aktivität oder Leistung umschalten. Vergleichbar ist der Zustand vielleicht mit einem Computer im Ruhezustand/ Schlafmodus, der erst einige Zeit braucht, bis er wieder hochgefahren und nutzungsbereit ist.
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Wie schätzen Sie die Situation auf der Basis der neuen Informationen ein, die dieser Arbeitsbereich liefert?
Die Matrixwerte sind gut und steigen leicht im Zweitscan. Allerdings zeigt die Binnenbewertung ein leicht anderes Bild: Die Werte im mittleren Bereich steigen von 9 % auf 17 %. Wir haben also eine Bewegung in eine bessere und gleichzeitig eine in eine schlechtere Richtung.
Noch auffälliger ist die Energiepyramide. Hier verschlechtert sich der Zustand durch die Entspannungsübung, der Indexwert der Zweitmessung ist rot angezeigt. Und natürlich haben wir einen massiv zu hohen Anteil an roten/ abbauenden Energieprozessen.
Wenn sich Werte so widersprechen, muss ein externer Zeitfaktor mitspielen, denn wären ständig die abbauenden Prozesse so stark, könnten die Matrixwerte nicht so gut sein. Es muss also kürzlich ein massiver energieverbrauchender Einfluss aufgetreten sein, der das System in Ruhe-, Schutz- oder Schonmodus versetzt hat.

Die extrem gegensätzlichen Prozesse sehen wir noch einmal im Meridiandiagramm bestätigt. Die Zahlenwerte an sich sind - gemessen an den Superwerten, die wir bisher gesehen haben, alle auffallend niedrig. Vor allem aber haben wir hier extreme Unterschiede zwischen dem blauen und roten Kurvenverlauf, d. h. Yin und Yang. Die Kreisdarstellung zeigt ein extrem unausgeglichenes bzw. aus der Balance geratenes System. Der Gallenmeridian liefert uns einen Hinweis auf einen möglichen Hintergrund: vermutlich ein Beziehungsthema oder massive, belastende Emotionen, die heruntergeschluckt wurden oder nicht verarbeitet sind. Als Reaktion hat sich das System quasi durch Parasympathikusaktivierung wie in einem Kokon "eingekapselt". In dem so erzeugten Schutzraum kann das System wieder regenerieren, indem es sich jeder Anforderung und damit zusätzlichen Belastung verweigert.
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Und natürlich liefert uns das Meridiandiagramm Warnhinweise, und zwar mit jedem einzelnen roten Meridian (oder wie hier mit einem gelben oder auch mit einem auffällig grünen, wie wir bereits gesehen haben).
Generell gilt: Wir haben ein holistisches System vor uns, in dem alles miteinander zusammenhängt. Dem Rhythmogramm können wir meist schon ansehen, ob etwas im System nicht stimmt; und jeder weitere Arbeitsbereich liefert uns zusätzliche Hinweise, um einen möglichen Anfangsverdacht zu bestätigen oder zu widerlegen. SDNN und Total Power sowie die Werte der Hauptparameter geben uns grobe Hinweise. Aber letztlich müssen wir noch tiefer gehen und auch nach kleinen Regulationsstörungen suchen; meist finden wir mehrere Hinweise und haben damit eine ausgezeichnete Möglichkeit, HRV-Scans als Frühwarnsystem zu nutzen!

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